Gesundheit in Kambodscha 


erlebe-kambodscha hat sich bemüht, die Korrektheit der folgenden Informationen zu garantieren. Um auf dem neusten Stand zu sein, empfehlen wir Ihnen auf jeden Fall Kontakte mit den zuständigen Institutionen aufzunehmen.

Kambodscha ist ein tropisches Land und daher ist das Risiko zu erkranken höher als Zuhause. Das feuchtwarme Klima Kambodschas ist ein guter Nährboden für Krankheitserreger. Obwohl das Risiko, krank zu werden, nicht übertrieben werden darf und sicherlich nicht Ihrer Reiselust im Weg stehen sollte, empfehlen wir Ihnen, sich gut vorzubereiten und auch vor Ort bewusst mit den Gesundheitsrisiken umzugehen.

Im Folgenden erhalten Sie einige Vorsorgemaßnahmen, die Sie vor Ihrer Kambodschareise, während der Reise sowie nach Ihrem Urlaub beachten sollten.

Gesundheitsmaßnahmen vor der Reise
Gesundheit vor Ort
Gesundheit nach der Rückkehr

Gesundheitsmaßnahmen vor der Reise 

Nehmen Sie vor der Reise Kontakte mit einer medizinischen Instanz wie z.B. Ihrem Hausarzt, Apotheker bzw. dem Tropeninstitut auf. Eine Last-minute-Reise nach Kambodscha ist für einen gesunden Menschen unproblematisch. Wir empfehlen Ihnen eine Kopie Ihres Impfpasses mitzunehmen.

Informative Webseiten:
Institut für Tropenmedizin Berlin, www.charite.de/tropenmedizin
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, www.bni.uni-hamburg.de
Abt. Infektions- und Tropenmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, www.tropinst.med.uni-muenchen.de
Den reisemedizinischen Infoservice mit viele Ratschlägen und Tipps finden Sie unter http://www.fit-for-travel.de/index.jsp

Die Preise der Impfungen können unterschiedlich sein; es lohnt sich, sich erst zu erkundigen.

Impfungen Kambodscha 

Impfungen gegen DTP (Diphtherie, Tetanus und Polio, ca. 10 Jahre gültig) und Hepatitis A werden empfohlen. DTP haben die meisten Menschen bereits in ihrer Jugend erhalten. Nach einer Wiederholungsspritze brauchen Sie sich darum erst mal nicht mehr zu kümmern.

Die reguläre Hepatitis A Impfung hat eine begrenzte Wirkungsdauer, darum muss sie kurz vor die Reise gegeben werden. Wenn Sie häufiger oder für längere Zeit in Länder reisen, in denen Hepatitis A vorkommt, können Sie erwägen eine Langzeit-Impfung zu nehmen, wie zum Beispiel Havrix. Denken Sie allerdings daran, dass diese Impfstoffe teuer sind und nach 6 Monaten eine Wiederholungsimpfung durchgeführt werden muss.

Auch eine Impfung gegen Bauchtyphus wird empfohlen, außer wenn Sie kürzer als 2 Wochen nach Indien reisen. Die Impfung gegen Gelbfieber wird nur empfohlen, wenn Sie vor Ihrer Indienreise in einem Gebiet waren, in dem Gelbfieber herrscht.


Malaria

Malaria kommt das ganze Jahr über in Kambodscha vor, insbesondere außerhalb der großen Städte. Daher ist es wirklich wichtig, risikobeschränkende Maßnahmen zu treffen und eine Malariaprophylaxe einzunehmen. Risikobeschänkende Maßnahmen: Abends Arme, Beine und Füße bedecken, ein Mückenmittel mit DEET und ein Mückennetz benutzen, das Sie eventuell mit einem mückentötenden Mittel imprägnieren können. Sorgen Sie auch dafür, dass Sie etwas dabei haben um das Mückennetz aufzuhängen; zum Beispiel ein Tau und einen Haken oder Korkenzieher (Schweizer Taschenmesser). Die Art der Prophylaxe hängt ab von der Dauer Ihres Aufenthalts, Ihrem persönlichen medizinischen Hintergrund und dem Gebiet, in das Sie reisen möchten. Eine Prophylaxe-Empfehlung ist immer persönlich. Wir raten Ihnen, sich von einer der erwähnten medizinischen Instanzen hierüber aufklären zu lassen.

In Deutschland wird normalerweise Malerone oder Lariam als Prophylaxe empfohlen. Insbesondere Lariam ist ein relativ starkes Mittel. Daher ist es empfehlenswert, dieses Mittel mindestens 4 Wochen vor Reiseantritt einzunehmen, um sicher zu sein, dass keine Nebenerscheinungen auftreten. Weil dieses Medikament so stark ist, und wegen der Tatsache, dass in vielen Gebieten kein großes Malaria-Risiko besteht, gibt es Reisende, die völlig auf eine Prophylaxe verzichten. Diese Entscheidung sollte jeder Reisende selber nach Rücksprache mit einer kompetenten medizinischen Stelle nehmen.


Dengue-Fieber und Japanische B-Encephalitis

Beides sind Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden. Hier können Sie also dieselben Vorsorgemaßnahmen treffen wie bei Malaria. Es gibt keinen Impfschutz gegen Dengue-Fieber. Gegen die Japanische B-Encephalitis gibt es allerdings einen Impfschutz. Diese Impfung wird empfohlen, wenn Sie länger als 6 Monate nach Asien reisen wollen.


Weitere Vorbereitungen 

Sie können selber ein Erste-Hilfe-Set für die Tropen zusammenstellen oder eines kaufen. Eventuell können Sie sich ein Buch über Gesundheit in den Tropen besorgen. Hierin wird auch beschrieben, wie Sie ein Erste-Hilfe-Set zusammenstellen können. Bei Tropeninstituten werden oft solche Bücher verkauft, ebenso wie Erste-Hilfe-Sets. Hypochonder werden diese Art Bücher lieben und schon bei den ersten Kopfschmerzen denken, dass sie ernsthaft erkrankt sind (eigene Erfahrung). Lesen Sie es also mit etwas Abstand.  Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen, nehmen Sie den Beipackzettel mit, so dass kein Zweifel aufkommt, dass Sie ein Drogenkonsument sein könnten. Sorgen Sie auch dafür, einen extra Vorrat mitzunehmen, sodass Sie nicht verzweifelt in den Apotheken vor Ort nach einem passenden Mittel suchen müssen, wenn Sie etwas verlieren. Nehmen Sie auch eine englische Bescheinigung Ihres Arztes mit, in dem die Medikamentverordnung bestätigt wird. Eventuell können Sie auch ein sauberes Set von Spritzen und Nadeln mitnehmen. Denken Sie auch hierbei an ein ärztliches Attest.
Wenn Sie eine Brille oder Kontaktlinsen tragen, sollten Sie die Spezifizierung Ihres Optikers mitnehmen, oder eine extra Brille bzw. ein Paar Kontaktlinsen.

 

Gesundheit vor Ort

Neben der Beachtung der für Ihre Situation passenden Impfungen und der Fürsorge, dass Sie vor Ihrer Reise so gesund wie möglich sind, ist es natürlich wichtig zu verhindern, dass Sie vor Ort krank werden. Seien Sie vor Ort sehr aufmerksam: Wenn Sie nicht sicher sind, was Sie haben, suchen Sie vor Ort den Rat eines Arztes. Bei Sprachproblemen können Sie sich an unsere lokalen Partner in den großen Städten wenden.


Jet lag ist das Durcheinanderbringen Ihrer „biologischen Uhr“, u.a. des Schlaf-Wach-Rhythmus, das durch den Flug über mehrere Zeitzonen entsteht. Im Kambodscha ist es in der deutschen Winterzeit 6 Stunden später und im Sommer 5 Stunden später als in Deutschland. Die ersten Tage nach dem Flug muss sich der Körper an den neuen Biorhythmus gewöhnen, dadurch können Sie sich müde oder benommen fühlen. Tipps zur Überwindung des Jetlags: Es ist ratsam, im Flugzeug wenig Kaffee oder Alkohol zu trinken und nach Ankunft die ersten zwei, drei Tage nicht zuviel von sich zu verlangen. Weiterhin ist es empfehlenswert, sich so schnell wie möglich an den neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen, meistens schlafen wir nach der Ankunft ein paar Stunden und bleiben dann bis zur (Kinder)-Schlafenszeit wach.


Bei Diarrhö handelt es sich um eine Veränderung des Rhythmus, Klima und Nahrung (besonders scharfes Essen) können Ihre Verdauung durcheinander bringen. Solange diese Erscheingung ohne weitere Nebenwirkungen auftritt, gönnen Sie sich am besten ein wenig Ruhe und sorgen Sie dafür, dass Sie viel Wasser trinken. Sie können eventuell eine ORS-Lösung (Orales Rehydrations-Salz) in Wasser aufgelöst einnehmen, sodass Sie nicht austrocknen. Dies ist besonders für Kinder und ältere Urlauber wichtig. Wenn Sie wirklich unterwegs sein müssen, können Sie auch Loperamide einnehmen. Dieses Mittel legt die Peristaltik (natürliche Bewegung des Darms) lahm, sodass es sich so anfühlt, als wenn die Diarrhö vorbei wäre. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um ein Medikament, sondern nur ein vorübergehendes Stopfmittel, das Sie nur in unangenehmen Situationen verwenden sollten, z. B. wenn Sie 6 Stunden im Bus sitzen müssen. Sollte die Diarrhö länger als zwei Tage andauern oder sollten Nebenerscheinungen wie Fieber, Blut im Stuhl oder andere Symptome auftreten, nehmen Sie Kontakt mit einem Arzt.


Um Diarrhö zu vermeiden trinken Sie nur Wasser aus abgeschlossenen/versiegelten Flaschen oder Dosen oder Getränke, die aus abgekochtem Wasser zubereitet wurden, wie Tee oder Kaffee. Eiswürfel sind am ehesten vertrauenswürdig, wenn es runde Kugeln mit Löchern in der Mitte sind. Fruchtsaft ist nur sicher, wenn kein Wasser zugesetzt wurde.
Nahrung, vor allem Fleisch und Fisch, muss gründlich gekocht oder durchgebacken sein.


In Kambodscha ist es nicht immer sicher, bei Straßenständen zu essen. Essen Sie hauptsächlich dort, wo viel Betrieb ist: Die Umlaufgeschwindigkeit, mit der das Essen zubereitet und gegessen wird, ist dann hoch. Essen Sie in Restaurants, in denen Sie gut sehen können, dass sie sauber sind. Bei den Straßenständen empfiehlt es sich nicht, spät am Tag noch Fleisch zu essen, das hat dann manchmal den ganzen Tag gelegen. Ein bewährtes Hausmittel gegen Diarrhö ist das Trinken von Cola und Brühe (nicht unbedingt gleichzeitig). Cola kann man überall kaufen, und viele Hotels haben einen Wasserkocher für Bouillon.

 

Sonnenschirm auf Ihrer Kambodscha Reise
Regenschirm als Schutz vor der Sonne
(Semi-) medizinische Tipps 

Hautpflege
Nehmen Sie kleine Wunden in den Tropen ernst: Beobachten und desinfizieren Sie sie und kleben Sie tagsüber eventuell ein Pflaster drauf. Schützen Sie Ihre unbedeckte Haut immer mit einer Sonnencreme. Tragen Sie keine grell gefärbte oder schwarze Kleidung und benutzen Sie kein starkes Parfüm, Deo oder Aftershave, um stechende Mücken auf Distanz zu halten. Waschen oder desinfizieren Sie ihre Hände nach jedem Toilettenbesuch und kauen Sie lieber nicht an den Nägeln.

Sonnenstich
Vermeiden Sie einen Sonnenstich, indem Sie einen Hut o.ä. und eventuell eine Sonnenbrille tragen. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Flasche Wasser mithaben, vor allem, wenn Sie in die Natur gehen, und Trinkwasser nicht schnell zur Hand ist. Wenn Sie einen Sonnenstich vermuten (bei Schwindelgefühlen oder Kopfschmerzen): Trinken Sie etwas, setzen Sie sich in den Schatten und bleiben Sie dort. Auch die Einnahme von Vitaminpräparaten, insbesondere Vitamin B, ist empfehlenswert. Denken Sie allerdings daran, dass Sie nicht eine "Überdosis" einnehmen. 

Gesundheit nach der Rückkehr


Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr (und das kann u. U. Monate später sein) Fieber, Darmkoliken oder andere Beschwerden haben, die Sie nicht mit einer bestimmten Ursache in Verbindung bringen können: Nehmen Sie mit Ihrem Hausarzt Kontakt auf und sagen Sie ihm, wie lange und wo Sie in Kambodscha waren. Wenn Sie viel Kontakt mit den Einheimischen hatten, kann es sinnvoll sein, einen Mantoux-Test auf TBC machen zu lassen.

 

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